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Unsere Waffen: Der Bidenhänder

Bidenhänder
Der Bidenhänder

Gegen Ende des Mittelalters kamen die "Bidenhänder" auf, sehr große und lange Schwerter, die auf dem Schlachtfeld hauptsächlich gegen mit Spießen und Lanzen bewaffnete Einheiten eingesetzt wurden. Sie dienten dazu, Lücken in die gegnerischen Reihen zu reißen, so daß diese angreifbar wurden, daher auch der Name "Gassenhauer". Der Umgang mit diesen Schwertern erforderte eine besondere Ausbildung, die in den damaligen Fechtschulen angeboten wurde. Wer eine Spezialausbildung in der Handhabung dieser Waffe hatte und damit umgehen konnte erhielt aufgrund der Gefährlichkeit des Einsatzes den doppelten Sold, daher hießen die Fachleute für diese Waffe Doppelsöldner.

Es halten sich hartnäckige Gerüchte, daß diese Bidenhänder besonders schwer waren, das stimmt jedoch nicht. Bei einer Länge von ca. 1,80 wogen sie zwischen 2000 und 3000 g. Die Klinge war manchmal gewellt oder geflammt, was den Sinn hatte ein Greifen und Festhalten der Klinge zu erschweren. Die Waffe hatte eine große, mit Leder umwickelte Fehlschärfe  und an der Klinge angebrachte Haken, die ein kürzer Fassen und mehr nahkampfbezogenes Fechten mit diesem Schwert erlaubten.

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